Verfasst von: Andreas Icha | 11. Juli 2016

JDOST-Sommerausfahrt 2016 ins Südburgenland

Jdost Schild_dunkelgrün
Wir schreiben das Jahr 2016 nach Christi Geburt, das Jahr 94 nach Gründung des Jaguar-Ursprungsunternehmens ‚Swallow Sidecars‘ durch William Lyons und das Jahr 9 nach der Gründung von JDOST – exakt das Wochenende 02./03. Juli 2016.

DSC05150Das Orga-Team Claudia & Karl Schwoiser bereiten mit viel Herz und Akribie eine 2-Tages-Ausfahrt vor, die unter dem Titel ‚JDOST Sommerausfahrt 2016‘ in die Analen eingehen wird. Die Ziele sind bald gefunden – einerseits das Süd-Burgenland als Ziel-Gebiet und andererseits Spaß, Freude und Genuss für das körperliche und seelische Wohlbefinden generieren.

JDC Logo White v4a x5 Transparent_0Von der Buchbergwarte führt die Route am Tag-1 durch den Wienerwald über das Triestingtal und Forchtenstein bis zur Burg Lockenhaus. Am Tag-2 geht es weiter über Aschau und Gloggnitz nach Puchberg/Schneeberg, wo die Ausfahrt endet.

DSC_013027 Personen mit 15 Fahrzeugen nehmen an diesem Club-Event teil. Treffpunkt ist das Schutzhaus am Buchberg in Maria Anzbach ab 09.30 Uhr. Bei ausreichendem Frühstück auf der Terrasse mit herrlichem Fernblick begrüßt JDOST-Obmann Wolfgang Schöbel die pünktlich eingetroffenen TeilnehmerInnen. Claudia & Karl Schwoiser verteilen Startnummern, Roadbook und Lunch-Paket – wichtige organisatorische Details werden erläutert. Einige Unerschrockene nutzen die Gelegenheit vor der Abfahrt die Buchbergwarte zu besteigen und den traumhaften Panoramablick zu genießen.

DSC05130Um 11 Uhr heißt es ‚Gentlemen, start your engines‘ und die Motoren der 15 Boliden erwachen zum Leben. Egal, ob 4-, 6-, 8- oder 12-Zylinder. Egal, ob in Reihe oder in V-Anordnung. Egal, ob magere 60 oder kraftvolle 300 PS. Die Geräuschkulisse zaubert den TeilnehmerInnen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

DSC05167Die ersten Fahrzeuge setzen sich in Bewegung und durch eine klitzekleine Unachtsamkeit (vermutlich durch die große Freude und die daraus resultierende Aufregung) verpasst ein Teilnehmer den Anschluss und lässt eine Lücke zum Vordermann klaffen – gerade so groß, dass dieser nicht mehr in Sichtweite ist. Macht nichts. Los geht’s! Erste Abzweigung nach 50 Metern links abbiegen…  Und jetzt: der Lemming-Effekt! Voll Vertrauen kratzen alle nachfolgenden Fahrzeuge ebenfalls die Kurve nach links! Im Roadbook steht ganz groß, fett, unterstrichen, hervorgehoben, dass es an dieser Stelle RECHTS abzubiegen gilt. Wer liest schon ein Roadbook? Vor allem nicht VOR dem Start – das ist völlig uncool! Nachdem das Missgeschick rasch entdeckt wird – Retourgang rein, umdrehen und es geht nun richtigen Weges weiter.

Durch Neulengbach, am Nest namens ‚Nest‘ vorbei über Innermanzing führt die Route durch den Wienerwald.

DSC05215DSC05217DSC05220Im Triestingtal wird einem XJ6 vom Club-Obmann Erste-Hilfe geleistet, da es durch Hitzestau im Motorraum zu Dampfblasenbildung in der Benzinzufuhr kommt. Nach kurzem Stopp und dem Motorhauben-Trick (was ist das wohl?) schnurrt das Kätzchen weiter bis zur nächsten Station, dem Gasthof Sauerzapf in Forchtenstein. Die Teilnehmer nehmen ein köstliches Mittagessen und die Autos Frischluft zu sich.

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Genug gelabt – es geht weiter! Über die Rosalia in die Bucklige Welt bis zu unserem Tagesziel – die Burg Lockenhaus, frühe Heimat der stolzen Tempelritter und grausige Wirkstätte der Blutgräfin. Alles schon eine lange Zeit zurück.

DSC05265Die Autos werden innerhalb der mittelalterlichen Burgmauern, am Fuße der alten Gemäuer Türschnalle an Türschnalle schräg geparkt aufgefädelt. Nicht nur die müden Fahrzeuge, auch die erschöpften Tour-TeilnehmerInnen haben eine Pause mehr als verdient. Nach kurzem Relaxen startet die exklusive Burgführung. Über die Architektur und Entstehungsgeschichte der Burg und die Historie der Tempelritter wird ausführlich berichtet. Der mystische Kult-Raum fasziniert und die Erzählung über die Blutgräfin in passendem Ambiente (Folterkammer) lässt das Blut in den Adern stocken.

Beim urig-fröhlichen Raubritteressen wurde viel gegessen, getrunken und gelacht – die letzten Gäste werden weit nach Mitternacht vom Personal freundlich und bestimmt zur Bettruhe gebeten. Ein wunderschöner, herrlicher erster Tag findet so sein Ende.

DSC05314Der zweite Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück in der Burg-Taverne. Einige der Anwesenden nutzen die Chance, sich die Burg und die Ausstellung nochmals in Ruhe anzusehen.

Zeit zum Auschecken! Vor versammelter Mannschaft: eine Ansprache des Orga-Teams mit den wichtigsten Informationen für den Tag und es geht auf zu den Boliden. Das Wetter zeigt sich von seiner Schattenseite – Wolken, leichtes Nieseln und frische Luft. Langsam startet ein Motor nach dem anderen – die noch kalten Motoren beuteln die vom Tau bedeckten Raubkatzen. Mit warm gelaufenen Aggregaten rollt die Meute durch das Burgtor.

DSC05410Nächster Stopp: Uhrenstube Aschau. Eine einzigartige Sammlung von Turmuhren und Bratenwendern, Restaurationswerkstätten und eine Bibliothek – gesammelt, behütet und betrieben durch Herrn Ing. Wolfgang Komzak. Sehr beeindruckend, wie viel Interessantes es hier zu sehen und vom Besitzer zu hören gibt!

Nach der Aufnahme eines JDOST-Gruppenfotos fahren die Katzen-Kutschen zum Restaurant Kupferkandl – nur einen Katzensprung vom Museum entfernt.

DSC05204Nach einem gepflegtem Mittagsmahl führt die letzte Etappe über Pinggau, Wechsel und Gloggnitz nach Puchberg am Schneeberg. Der Wechsel heißt vermutlich Wechsel, weil hier das Wetter wechselt – plötzlich reißt der Himmel seine Wolkendecke von sich und lässt die Sonne erstrahlen. Im Gastgarten des Zahnradbahn-Stüberls klingt die 2-Tages-Sommerausfahrt mit Gulasch, Eiskaffee oder sogar mit ‚Heißer Liebe‘ aus.

DSC05554Wolfgang Schöbel, JDOST-Obmann, bedankt sich im Namen des Vorstandes bei den TeilnehmerInnen und vor allem bei Claudia & Karl Schwoiser, die diese Ausfahrt großartig organisiert und betreut hatten.

 

Info-Links:

Text: Andreas Icha, Fotos: JDOST


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