Mehr Platz, knackige Performance und ein echtes Heckfenster – alle Fakten zum neuen Stromer. Elektroauto-Fans aufgepasst! Polestar erweitert das eigene Modellangebot und schickt eine praxisorientierte Variante des Polestar 4 ins Rennen: den Polestar 4 SUV. Wenn du nach einer Mischung aus skandinavischem Minimalismus, ordentlich Stauraum und beeindruckenden Leistungswerten suchst, liefert die schwedische Marke jetzt genau das passende Paket.

Design & Karosserie: Das Heck bekommt ein echtes Update
Die prägnanteste Modifikation sticht sofort ins Auge: Die Macher zeichneten die Heckpartie komplett neu. Anstelle der stark abfallenden Coupé-Linie prägen nun eine geradere Dachlinie und eine deutlich aufrechtere Heckklappe die Silhouette.

Das sieht keineswegs nur bullig aus, sondern bringt handfeste funktionale Vorteile:
- Klassischer Blick nach hinten: Das umstrittene, fehlende Heckfenster weicht einer konventionellen Scheibe samt gewohntem Innenspiegel. Wer den vollen Überblick bei bis oben hin beladenem Kofferraum bevorzugt, greift weiterhin optional zum digitalen Rückspiegel.
- Spürbarer Raumgewinn im Fond: Die aufrechte Dachführung verschafft den Passagieren in der zweiten Reihe ganze 2,5 Zentimeter zusätzliche Kopffreiheit. In Kombination mit den neigungsverstellbaren Sitzen müsste ein herrlich luftiges Raumgefühl entstehen.
- Panoramadach bis ganz nach hinten: Das riesige, serienmäßige Glasdach erstreckt sich nun bis zur Heckklappe. Als Option steht eine elektrochrome Variante bereit, die sich per Knopfdruck am Infotainment-Display stufenlos dimmen lässt. Ob und wie die Abschattung des Innenraums funktioniert, wird der Praxistest zeigen.
- Transport-Talent: Integrierte Dachschienen erhöhen die dynamische Dachlast auf satte 100 kg. Ergänzt durch neue Lackierungen wie Aurora (helles Silbergrün) oder Ozone Matte setzt das Modell optische Akzente.

Stauraum & Alltagsnutzen: Schluckfreudiges Raumwunder
Im Bereich Ladevolumen legt die SUV-Variante ordentlich zu. Das Ladeabteil fasst im Normalzustand bis zu 530 Liter (gemessen bis zur Sitzlehne) bzw. 655 Liter (bei dachhoher Beladung). Wer die im Verhältnis 60/40 geteilte Rücksitzbank umlegt, gibt gigantische 1.665 Liter Gesamtspeicher frei. Zusammen mit einem Frunk unter der Fronthaube steht selbst ausgedehnten Urlaubsreisen nichts im Wege.

Technik-Highlight: V2L, Camping-Mode & Google Gemini
Das Fahrzeug verwandelt sich bei Bedarf in eine rollende Powerbank. Über die bi-direktionale Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) liefert der Akku bis zu 3,3 kW Wechselstrom für Kaffeemaschine, E-Bikes oder Camping-Equipment. Passend dazu aktiviert der neue Camping Mode auf Knopfdruck eine behagliche Standklimatisierung samt Ambientelicht. Im Cockpit übernimmt die KI-Sprachsteuerung Google Gemini das Kommando und versteht selbst komplexe, mehrstufige Sprachanweisungen mühelos.

Antrieb & Performance: Leistung auf Sportwagen-Niveau
Unter dem Blech nutzt der Polestar 4 SUV die moderne SEA-Plattform. Ein üppiges 100-kWh-Batteriepaket sorgt bei beiden erhältlichen Modellvarianten für ausdauernde Reichweiten und extrem kurze Ladezeiten (bis zu 200 kW DC und bis zu 22 kW AC):
| Modellvariante | Systemleistung & Drehmoment | 0–100 km/h | Reichweite (WLTP) |
| Rear Motor (Heckantrieb) | 200 kW (272 PS) / 343 Nm | 7,3 s | Bis zu 630 km |
| Dual Motor (Allrad) | 400 kW (544 PS) / 686 Nm | 3,9 s | Bis zu 600 km |
| Performance Pack (Option) | 400 kW (544 PS) + ZF-Fahrwerk | 3,9 s | Brembo-Bremsen & 22″ Felgen |
Besonders die Variante mit Performance Pack sticht hervor: Neben neukalibrierten, adaptiven ZF-Dämpfern garantieren hochleistungsfähige Brembo-Bremsen knackige Verzögerungswerte. Optische Markenzeichen sind Sicherheitsgurte sowie Details am Fahrprogrammschalter in der charakteristischen Farbe Schwedengold.



Marktstart
Preislich startet der Polestar 4 SUV in Deutschland ab 57.900 Euro (Heckantrieb) bzw. 65.900 Euro (Allradantrieb). Für das Performance-Paket ruft der Hersteller 76.300 Euro auf. Die Österreich-Preise werden in Kürze nachgeliefert. Die Auslieferung der ersten Kundenfahrzeuge beginnt ab dem vierten Quartal 2026.






Text: Andreas Icha, Fotos: Polestar Media