Der Traum vom maximal sparsamen Stromer bekommt neue Nahrung – und zwar aus Ingolstadt. Wer bei Elektroautos nicht nach schierer Akku-Größe, sondern nach echter Effizienz sucht, blickt gespannt auf den Audi A2 e-tron. Der Neuling lässt einen legendären Namen wiederauferstehen und setzt ein klares Statement für den europäischen Kompaktmarkt.

Welche Qualitäten bringt der elektrische Stromlinien-Profi mit auf die Straße, wo spart er Energie und ab wann rollt er zu den Händlern?
Feinschliff gegen den Wind
Audi stellt die Aerodynamik spürbar in den Fokus. Ein cw-Wert von 0,24 glättet den Luftwiderstand spürbar und markiert das Optimum im kompakten Segment der Marke. Steuerbare Kühllufteinlässe, ein weitgehend verkleideter Unterboden und bündig integrierte, elektrische Türgriffe leiten den Fahrtwind elegant ab. Spezielle „Gap Reducer“ verkleinern zudem den Spalt zwischen Rad und Radhaus, was Turbulenzen an den Aero-Rädern wirkungsvoll reduziert.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In Kombination mit dem 140-kW-Antrieb und optionalem Effizienzpaket sinkt der WLTP-Verbrauch auf unerreichte 12,8 kWh pro 100 Kilometer. Damit markiert der A2 e-tron den Spitzenplatz als sparsamster Serien-Audi aller Zeiten.
Vielseitiger Heckantrieb und Speicher fürs Eigenheim
Beim Antrieb bieten die Ingolstädter volle Flexibilität. Vier Leistungsstufen treffen auf drei Batteriegrößen. Wer zur größten 84-kWh-Batterie greift, kommt laut WLTP-Messung bis zu 627 Kilometer weit, bevor die nächste Ladepause ansteht.







Spannend für den Alltag: Das System beherrscht bidirektionales Laden. Über Vehicle-to-Load (V2L) liefert die Batterie unterwegs Strom für E-Bikes oder andere Geräte. Via Vehicle-to-Home (V2H) dient das Auto an einer passenden DC-Wallbox sogar als zusätzlicher Stromspeicher für das eigene Hausnetz.
Innenraum mit Wohnzimmer-Charm und Klick-System
Trotz kompakter Abmessungen überzeugt das Platzangebot im Interieur. Ein durchgehender, stoffbezogener „Softwrap“ zieht sich über Armaturentafel und Türen, während das optionale 1,6 Quadratmeter große Panoramaglasdach viel Licht nach drinnen lässt.

Für den täglichen Kleinkram nutzt Audi erstmals serienmäßig die patentierte Fidlock-Magnetmechanik. Ob Becherhalter oder Ladekabeltasche – Zubehör klickt dank Magnetkraft sicher an Ort und Stelle. Digital steuert der Fahrer das Geschehen über ein leicht gebogenes MMI-Panoramadisplay mit zwei Screens (11,9 Zoll und 12,8 Zoll). Ein KI-basierter Assistent übernimmt auf Wunsch Termine und Mails aus Microsoft Teams oder Outlook.





Tempo bei Entwicklung und Produktion
Auch hinter den Kulissen drückt Audi aufs Gas. Die Entwicklung dauerte ganze 21 Monate weniger als bei früheren Projekten. Gefertigt im Stammwerk Ingolstadt, teilen sich die neuen Modelle Fertigungsanlagen und rund 250 Roboter mit bestehenden Baureihen. Zudem enthalten mehr als 300 Bauteile Rezyklatstoffe wie wiederaufbereitetes Aluminium oder Kunststoffe.






Die Bestellbücher öffnen am 10. September 2026, die ersten Schlüssel wandern im Dezember 2026 zu den Kunden. Preislich startet die effiziente Elektro-Reise in Österreich bei 36.600 Euro.
Text: Andreas Icha, Fotos: Audi Porsche Holding Media